
Beispielabbildung. Das Etikett zeigt die aktuelle Charge.
BPC-157 mit bakteriostatischem Wasser
Lyophilisiertes Material zusammen mit dem Lösungsmittel, das zu seiner Rekonstitution nötig ist. Jeder Bestandteil trägt eine eigene Chargennummer und bräuchte ein eigenes Analysenzertifikat.
Materialien für Labor- und In-vitro-Forschung. Sie sind keine Arzneimittel, keine Nahrungsergänzungsmittel und keine Medizinprodukte und nicht zur Anwendung bei Menschen oder Tieren bestimmt. Material dieser Art ist ausschließlich für Forschungs- und Laborzwecke bestimmt.
Über dieses Material
Ein Set kann kein eigenes Analysenzertifikat haben. Ein Zertifikat gilt für eine Charge eines Materials, das nach einem bestimmten Verfahren geprüft wurde. Hier liegen zwei Materialien in einer Verpackung, aus zwei Chargen, mit zwei Chargennummern und zwei völlig verschiedenen Prüfverfahren. Zwei Dokumente, nicht eines.
Was in der Verpackung liegt
Zwei Artikel. Erstens das Lyophilisat: BPC-157, CAS 137525-51-0, Sequenz Gly-Glu-Pro-Pro-Pro-Gly-Lys-Pro-Ala-Asp-Asp-Ala-Gly-Leu-Val, Summenformel C62H98N16O22, theoretische Masse 1419,53 g/mol; PubChem führt den Datensatz unter CID 9941957 mit derselben Summenformel. Zweitens das Lösungsmittel: steriles Wasser, CAS 7732-18-5, mit 0,9 Prozent Benzylalkohol, CAS 100-51-6, C7H8O, 108,14 g/mol, PubChem CID 244.
Die beiden werden zusammen verpackt, weil das eine ohne das andere nicht in Lösung geht. Verwandt sind sie damit nicht. Sie haben keinen gemeinsamen Herstellungsweg, keine gemeinsame Prüfung und keinen gemeinsamen Verfallszeitpunkt.
Warum ein Zertifikat an einer Charge hängt und nicht an einer Verpackung
Ein Analysenzertifikat ist die Aussage: dieses Material aus dieser Charge wurde an diesem Datum mit diesen Verfahren untersucht, und hier stehen die Ergebnisse. Die Chargennummer ist der Anker des ganzen Dokuments. Ohne sie lässt sich das Papier keiner Flasche zuordnen, und eine Nachfrage bei der prüfenden Stelle geht ins Leere.
Eine Verpackung hat keine Charge in diesem Sinn. Sie ist eine Zusammenstellung, die morgen aus anderen Flaschen bestehen kann, ohne dass sich an der Verpackung etwas ändert. Ein Dokument, das für ein Set als Ganzes ausgestellt wäre, müsste bei jedem neuen Paar Flaschen neu ausgestellt werden - oder es wäre schon in dem Moment falsch, in dem die erste Flasche aus einer anderen Charge stammt.
Die beiden Bestandteile werden nicht einmal ähnlich geprüft
Für das Lyophilisat sind die Fragen: Ist es das richtige Molekül, was zeigt die gefundene Masse gegen die theoretischen 1419,53 g/mol, wie hoch ist die Reinheit nach HPLC, welche Verunreinigungspeaks sind aufgeführt, wie hoch sind Peptidgehalt und Wassergehalt nach Karl Fischer.
Für das Lösungsmittel sind es andere: Sterilität, bakterielle Endotoxine, Gehalt an Benzylalkohol, pH-Wert, Füllvolumen, Partikelfreiheit, Dichtigkeit des Verschlusses. Keine dieser Zeilen kommt im Dokument des Peptids vor, und keine Zeile des Peptiddokuments hat für das Lösungsmittel eine Bedeutung. Eine HPLC-Reinheitszahl für Wasser mit Benzylalkohol wäre ein Hinweis darauf, dass ein Dokument aus einer fremden Vorlage entstanden ist. Der Seite zum bakteriostatischen Wasser ist das ausführlicher zu entnehmen.
Was daraus für den Käufer eines Sets folgt
Zwei Dokumente verlangen, nicht eines. Auf beiden die Chargennummer mit dem Etikett der jeweiligen Flasche vergleichen. Ein einzelnes Blatt, das beide Artikel abhandelt, ist entweder eine Zusammenfassung zweier Berichte - dann müssen beide Chargennummern und beide Prüfdaten darauf stehen - oder es ist ein Werbedokument.
Auch die Lagerung trennt die beiden. Das Lyophilisat gehört gefroren und vor Licht geschützt, das Lösungsmittel bei Raumtemperatur; nach dem ersten Anstechen der Lösungsmittelflasche gilt üblicherweise eine Frist von 28 Tagen. Diese Angaben sind Konvention für Material dieser Art und keine an diesen Chargen gemessenen Eigenschaften. Der Ratgeber zu Rekonstitution und Lagerung geht darauf ein.
Warum das Volumen die Konzentration bestimmt
Fünf Milligramm Lyophilisat in zwei Millilitern ergeben eine andere Konzentration als dieselben fünf Milligramm in fünf Millilitern. Der Peptid-Rechner rechnet die beiden Größen ineinander um. Welche Masse dabei einzusetzen ist, entscheidet das Zertifikat des Lyophilisats: Der Peptidgehalt kann unter der Aufschrift des Etiketts liegen, weil Gegenionen und Restwasser Teil der gewogenen Masse sind. Das ist im Ratgeber zu Reinheit und Peptidgehalt beschrieben. Eine Mengenempfehlung ist damit nicht verbunden und wird hier auch nicht gegeben.
Wie der rechtliche Status in Deutschland aussieht
BPC-157 hat in der Europäischen Union keine Zulassung als Arzneimittel und ist auch kein Nahrungsergänzungsmittel; für das Lösungsmittel wird hier ebenfalls keine Arzneimittel-Eigenschaft behauptet. Über die Einordnung entscheidet auch die Art der Darstellung, weshalb auf dieser Seite keine Anwendungsempfehlung, keine Mengenangabe und keine Aussage über den Menschen steht. Näheres im Ratgeber zur Rechtslage. Was BPC-157 chemisch ist, steht auf der Seite zu BPC-157.
Was Peptorium über dieses Material veröffentlicht
Diese Seite veröffentlicht die Identität: Sequenz, Summenformel, berechnete Masse und CAS-Nummer. Das alles lässt sich in einem öffentlichen Register nachschlagen und muss niemandem geglaubt werden. Reinheit, Peptidgehalt und Wassergehalt beschreiben dagegen eine einzelne Charge und nicht einen Stoff. Sie gehören in ein Analysenzertifikat des Labors, das diese Charge geprüft hat, und sie reisen mit dem Material.
Was vor einem Kauf zu fragen ist
- Gibt es zwei Dokumente, eines je Bestandteil, oder nur eines?
- Stehen auf beiden Dokumenten Chargennummern, und stimmen sie mit den Etiketten überein?
- Nennt das Dokument zum Lyophilisat die gefundene Masse neben der theoretischen 1419,53 g/mol?
- Nennt das Dokument zum Lösungsmittel eine Sterilitätsprüfung und einen Endotoxinwert?
- Sind Prüfdatum und Verfahren auf beiden Dokumenten angegeben?
- Lassen sich beide Ergebnisse bei der Stelle nachfragen, die sie erstellt hat?
Was nicht bekannt ist
- Was in einer bestimmten Flasche ist, weiß niemand ohne eine Analyse dieser Flasche - und das gilt hier zweimal.
- Ob die beiden Flaschen eines Sets über die Zeit aus denselben Chargen stammen, ist von außen nicht erkennbar.
- Die Lager- und Fristangaben sind Konvention für Material dieser Art und keine Messung an diesen Chargen.
Häufige Fragen
Warum gibt es kein gemeinsames Zertifikat für das Set?
Weil ein Zertifikat an einer Charge hängt. Hier liegen zwei Materialien aus zwei Chargen mit zwei Chargennummern und zwei verschiedenen Prüfverfahren vor.
Wie viele Dokumente sollte ein Anbieter vorlegen?
Zwei. Eines für das Lyophilisat mit Masse, Reinheit, Peptidgehalt und Wassergehalt, eines für das Lösungsmittel mit Sterilität, Endotoxinen und Gehalt an Benzylalkohol.
Wozu dient das Lösungsmittel?
Zum Auflösen des Lyophilisats. Das Volumen bestimmt die Konzentration der fertigen Lösung; eine Mengenempfehlung ist damit nicht verbunden.
Warum werden die beiden verschieden gelagert?
Das Lyophilisat gefroren und vor Licht geschützt, das Lösungsmittel bei Raumtemperatur. Beides ist Konvention für Material dieser Art und keine Messung an diesen Chargen.
Material dieser Art ist für Labor- und In-vitro-Zwecke bestimmt, siehe die Forschungserklärung.
Spezifikation
- Inhalt des Sets
- BPC-157 5 mg Lyophilisat und bakteriostatisches Wasser 10 ml
- Peptid
- BPC-157
- CAS-Nummer
- 137525-51-0
- Sequenz
- Gly-Glu-Pro-Pro-Pro-Gly-Lys-Pro-Ala-Asp-Asp-Ala-Gly-Leu-Val
- Summenformel
- C62H98N16O22
- Theoretische Masse
- 1419,53 g/mol
- Form des Peptids
- Weißes lyophilisiertes Pulver, 5 mg je Flasche
- Zusammensetzung des Lösungsmittels
- Steriles Wasser, Benzylalkohol 0,9 %
- pH-Wert des Lösungsmittels
- 4,5 - 7,0
- Lagerung des Peptids
- −20 °C, vor Licht geschützt
- Lagerung des Lösungsmittels
- 15 - 25 °C, vor Licht geschützt
- Anbruchfrist des Lösungsmittels
- 28 Tage
Laborunterlagen
Ein Analysenzertifikat zu BPC-157 mit bakteriostatischem Wasser sollte die Reinheit nach HPLC, die gemessene Masse gegen die theoretische und den Peptidgehalt nennen, und zwar für genau die Charge, die auf dem Etikett steht. Peptorium veröffentlicht keine eigenen Laborbefunde.


