Nur für Laborforschung · nicht zur Anwendung bei Mensch oder Tier Analysenzertifikat lesen · worauf vor dem Kauf zu achten ist
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Bakteriostatisches Wasser, 10 ml

Beispielabbildung. Das Etikett zeigt die aktuelle Charge.

Lösungsmittel · 0,9 % Benzylalkohol

Bakteriostatisches Wasser

Nur zu Forschungszwecken

Steriles Wasser mit 0,9 % Benzylalkohol als bakteriostatischem Zusatz, zum Auflösen lyophilisierter Materialien im Labor.

Größe
  • 3 ml
  • 10 ml
  • 30 ml
  • 5 × 10 ml
  • Nur zu Forschungszwecken

    Materialien für Labor- und In-vitro-Forschung. Sie sind keine Arzneimittel, keine Nahrungsergänzungsmittel und keine Medizinprodukte und nicht zur Anwendung bei Menschen oder Tieren bestimmt. Material dieser Art ist ausschließlich für Forschungs- und Laborzwecke bestimmt.

    Ein Zertifikat je Charge Ein Bericht gilt für die Nummer auf dem Etikett und für keine andere.
    Reinheit und Peptidgehalt Zwei verschiedene Angaben. Wer nur die erste nennt, hat die leichtere beantwortet.
    Masse statt Name Erst die Massenspektrometrie sagt, welche Verbindung in der Flasche liegt.
    An der Quelle prüfbar Ein Befund, den allein der Anbieter zeigt, ist vom Anbieter nicht unabhängig.

    Über dieses Material

    Bakteriostatisches Wasser ist kein Peptid, und die Prüfungen, nach denen auf den übrigen Seiten dieses Katalogs gefragt wird, treffen darauf nicht zu. Reinheit nach HPLC, Peptidgehalt, gefundene Masse: keine dieser Angaben hat für ein Lösungsmittel eine Bedeutung. Wer sie hier trotzdem angeboten bekommt, liest ein Dokument, das für etwas anderes geschrieben wurde.

    Woraus dieses Material besteht

    Zwei Bestandteile, beide öffentlich beschrieben. Wasser, CAS 7732-18-5, PubChem CID 962. Benzylalkohol, CAS 100-51-6, Summenformel C7H8O, Masse 108,14 g/mol, PubChem CID 244. Der Anteil des Benzylalkohols beträgt 0,9 Prozent.

    Damit ist die Zusammensetzung vollständig beschrieben. Es gibt keine Sequenz, keine Kettenlänge, keine Gegenionen und kein Restwasser aus einer Gefriertrocknung, weil nichts gefriergetrocknet wurde.

    Warum eine Peptidanalytik hier ins Leere greift

    Die Reinheit nach HPLC ist ein Anteil an peptidbezogenem Material: von allem, was die Säule getrennt hat, wie viel davon war das Zielpeptid. In einer Flasche ohne Peptid gibt es diesen Anteil nicht. Der Peptidgehalt ist der Anteil des Flascheninhalts, der überhaupt Peptid ist; er wäre hier null, und das ist keine schlechte Nachricht, sondern die Definition des Produkts.

    Auch die Massenspektrometrie beantwortet hier keine offene Frage. Wasser und Benzylalkohol sind zwei kleine, seit Jahrzehnten beschriebene Moleküle, deren Identität nicht das Problem ist. Wer ein Zertifikat mit einer HPLC-Reinheitszahl für bakteriostatisches Wasser vorgelegt bekommt, sollte fragen, worauf sich die Zahl bezieht - denn entweder betrifft sie den Gehalt an Benzylalkohol, und dann sollte das dort stehen, oder das Dokument wurde aus einer Vorlage für ein anderes Produkt erzeugt.

    Was bei einem Lösungsmittel stattdessen geprüft würde

    Andere Fragen, andere Verfahren. Ob die Flasche steril ist, wird durch eine Sterilitätsprüfung beantwortet und nicht durch eine Chromatographie. Ob bakterielle Endotoxine vorhanden sind, wird gesondert bestimmt. Der Gehalt an Benzylalkohol wird als Gehaltsbestimmung geführt, nicht als Reinheit. Dazu kommen der pH-Wert, das Füllvolumen, die Klarheit und Partikelfreiheit der Lösung sowie die Dichtigkeit des Verschlusses.

    Diese Prüfungen haben mit denen auf den Peptidseiten dieses Katalogs nichts gemeinsam außer dem Wort "Zertifikat" auf dem Deckblatt. Ein Dokument, das für dieses Material dieselben Zeilen enthält wie für ein Lyophilisat, ist deshalb ein Warnzeichen und kein Zeichen von Gründlichkeit.

    Was "bakteriostatisch" bedeutet und was nicht

    Bakteriostatisch heißt: das Wachstum von Bakterien wird gehemmt. Es heißt nicht: die Flasche wird dadurch steril, und es heißt auch nicht, dass bereits vorhandene Keime beseitigt werden. Der Zusatz ist der Grund, weshalb eine verschlossene Flasche mehrfach angestochen werden kann, statt nach einer einzigen Entnahme verworfen zu werden.

    Die übliche Frist nach dem ersten Anstechen beträgt 28 Tage. Sie ist eine Konvention für Material dieser Art und keine an dieser Charge gemessene Eigenschaft; wer eine belastbare Angabe braucht, braucht eine Prüfung dieser Charge.

    Wofür das Volumen entscheidend ist

    Das Lösungsmittel bestimmt die Konzentration. Fünf Milligramm Lyophilisat in zwei Millilitern ergeben eine andere Konzentration als dieselben fünf Milligramm in fünf Millilitern, und der Peptid-Rechner rechnet die beiden Größen ineinander um. Welche Masse dabei anzusetzen ist, entscheidet das Zertifikat des Lyophilisats und nicht die Aufschrift auf dessen Etikett, weil der Peptidgehalt darunter liegen kann; der Ratgeber zu Reinheit und Peptidgehalt geht darauf ein. Praktische Hinweise zum Lösen und Aufbewahren stehen im Ratgeber zu Rekonstitution und Lagerung.

    Wie der rechtliche Status in Deutschland aussieht

    Dieses Material wird hier nicht als Arzneimittel dargestellt und ist auch kein Nahrungsergänzungsmittel; es ist ein Labormaterial zum Lösen lyophilisierter Substanzen. Es trägt bewusst keine Bezeichnung aus einer Arzneibuch-Monographie, denn eine solche Bezeichnung würde die Einhaltung von Grenzwerten behaupten, die für diese Chargen nie geprüft wurden. Näheres zur Einordnung im Ratgeber zur Rechtslage.

    Was Peptorium über dieses Material veröffentlicht

    Diese Seite veröffentlicht die Identität: Sequenz, Summenformel, berechnete Masse und CAS-Nummer. Das alles lässt sich in einem öffentlichen Register nachschlagen und muss niemandem geglaubt werden. Reinheit, Peptidgehalt und Wassergehalt beschreiben dagegen eine einzelne Charge und nicht einen Stoff. Sie gehören in ein Analysenzertifikat des Labors, das diese Charge geprüft hat, und sie reisen mit dem Material.

    Was vor einem Kauf zu fragen ist

    • Nennt das Dokument eine Sterilitätsprüfung, oder nur das Wort "steril" im Werbetext?
    • Sind bakterielle Endotoxine bestimmt worden, und mit welchem Verfahren?
    • Ist der Gehalt an Benzylalkohol als Gehaltsbestimmung ausgewiesen?
    • Sind pH-Wert und Füllvolumen gemessen oder nur angegeben?
    • Trägt das Dokument eine Chargennummer, die mit dem Etikett übereinstimmt?
    • Enthält es Zeilen, die es für ein Peptid geben würde - Reinheit nach HPLC, Peptidgehalt, gefundene Masse? Dann ist es aus einer fremden Vorlage entstanden.

    Was nicht bekannt ist

    • Ob eine bestimmte Flasche steril ist, weiß niemand ohne eine Prüfung dieser Flasche.
    • Die Frist von 28 Tagen nach dem ersten Anstechen ist Konvention und kein an dieser Charge gemessener Wert.
    • Die Lagerangaben in der Tabelle beschreiben Erwartungen an Material dieser Art, keine Messung.

    Häufige Fragen

    Warum gibt es für dieses Material keine HPLC-Reinheit?

    Weil Reinheit nach HPLC ein Anteil an peptidbezogenem Material ist. Ohne Peptid gibt es diesen Anteil nicht, und ein Chromatogramm hätte hier nichts zu zeigen.

    Was prüft man bei einem Lösungsmittel stattdessen?

    Sterilität, bakterielle Endotoxine, den Gehalt an Benzylalkohol, pH-Wert, Füllvolumen, Partikelfreiheit und die Dichtigkeit des Verschlusses.

    Macht der Benzylalkohol die Flasche steril?

    Nein. Bakteriostatisch heißt, dass Wachstum gehemmt wird. Vorhandene Keime werden dadurch nicht beseitigt, und die Flasche wird dadurch nicht steril.

    Woher kommen die 28 Tage?

    Das ist die übliche Frist nach dem ersten Anstechen für Material dieser Art. Sie ist Konvention und keine an dieser Charge gemessene Eigenschaft.

    Material dieser Art ist für Labor- und In-vitro-Zwecke bestimmt, siehe die Forschungserklärung. Eine Mengenempfehlung wird auf dieser Seite nicht gegeben.

    Konzentrationsrechner

    Das Volumen des Lösungsmittels bestimmt die Endkonzentration. Einen Rechner finden Sie im Peptid-Rechner.

    Spezifikation

    Name
    Bakteriostatisches Wasser
    Auch bekannt als
    BAC-Wasser
    Zusammensetzung
    Wasser, Benzylalkohol 0,9 %
    CAS-Nummer
    7732-18-5 (Wasser) · 100-51-6 (Benzylalkohol)
    Summenformel
    H2O · C7H8O (Benzylalkohol)
    Aussehen
    Klare, farblose Lösung
    Füllvolumen
    10 ml je Durchstechflasche
    pH-Wert
    4,5 - 7,0
    Analytik
    Für dieses Material gibt es keine HPLC-Reinheit und deshalb auch kein Chromatogramm.
    Verschluss
    Butylstopfen, Aluminiumbördelkappe
    Lagerung
    15 - 25 °C, vor Licht geschützt
    Anbruchfrist
    28 Tage ab dem ersten Anstechen

    Laborunterlagen

    Ein Analysenzertifikat zu Bakteriostatisches Wasser sollte die Reinheit nach HPLC, die gemessene Masse gegen die theoretische und den Peptidgehalt nennen, und zwar für genau die Charge, die auf dem Etikett steht. Peptorium veröffentlicht keine eigenen Laborbefunde.

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