Nur für Laborforschung · nicht zur Anwendung bei Mensch oder Tier Analysenzertifikat lesen · worauf vor dem Kauf zu achten ist
Peptorium.eu Peptide in Forschungsqualität · EU
TB-500, 5 mg

Beispielabbildung. Das Etikett zeigt die aktuelle Charge.

Polypeptid · 4963 Da

TB-500

Nur zu Forschungszwecken

Synthetisches Polypeptid mit einer Molekülmasse von 4963 Da, entsprechend dem vollständigen Thymosin-beta-4-Molekül. Material für Forschungszwecke.

Größe
  • 5 mg
  • 10 mg
  • Nur zu Forschungszwecken

    Materialien für Labor- und In-vitro-Forschung. Sie sind keine Arzneimittel, keine Nahrungsergänzungsmittel und keine Medizinprodukte und nicht zur Anwendung bei Menschen oder Tieren bestimmt. Material dieser Art ist ausschließlich für Forschungs- und Laborzwecke bestimmt.

    Ein Zertifikat je Charge Ein Bericht gilt für die Nummer auf dem Etikett und für keine andere.
    Reinheit und Peptidgehalt Zwei verschiedene Angaben. Wer nur die erste nennt, hat die leichtere beantwortet.
    Masse statt Name Erst die Massenspektrometrie sagt, welche Verbindung in der Flasche liegt.
    An der Quelle prüfbar Ein Befund, den allein der Anbieter zeigt, ist vom Anbieter nicht unabhängig.

    Über dieses Material

    Unter dem Namen TB-500 werden zwei verschiedene Moleküle gehandelt: das vollständige Thymosin beta-4 mit 43 Aminosäureresten und einer Masse um 4963 Da, und das acetylierte Heptapeptid LKKTETQ mit einer Masse um 888 Da. Dazwischen liegt der Faktor fünfeinhalb. Welches von beiden in einer Flasche ist, sagt allein die Massenangabe.

    Warum ein Name für zwei Moleküle steht

    TB-500 ist keine chemische Bezeichnung. Es ist eine Katalognummer, die sich verselbständigt hat: zuerst stand sie für das Protein Thymosin beta-4, dann wurde sie auch für ein kurzes Teilstück daraus verwendet, und heute laufen beide Verwendungen nebeneinander her. Es gibt keine Nomenklaturregel, die das entscheidet, und keinen Registereintrag, an dem der Name festgemacht wäre. Ein Angebot kann also vollständig ehrlich sein und trotzdem nicht sagen, was es enthält.

    Das ist kein Randfall. Es ist der häufigste inhaltliche Fehler in diesem Segment, und er entsteht ohne jede Absicht, weil beide Bedeutungen im Umlauf sind und keine der beiden falsch ist.

    Welche Masse gehört zu welchem Molekül

    Thymosin beta-4 ist in PubChem unter CID 45382195 geführt, mit der Summenformel C212H350N56O78S und einer Masse von rund 4963 Da. Die reife Kette hat 43 Reste und trägt am N-Terminus eine Acetylgruppe; die Sequenz steht als UniProt P62328 öffentlich einsehbar.

    Das kurze Molekül ist ein Ausschnitt genau dieser Kette: Leu-Lys-Lys-Thr-Glu-Thr-Gln, in Einbuchstabenschreibweise LKKTETQ, die Reste 17 bis 23 des reifen Proteins. Gehandelt wird es acetyliert. Mit freier Säure am C-Terminus liegt seine Masse bei rund 889 Da, als C-terminales Amid bei rund 888 Da. Beide Zahlen lassen sich aus einer Tabelle der Aminosäure-Restmassen in wenigen Minuten nachrechnen, und der Unterschied von einem Dalton zwischen den beiden Endgruppen ist die zweite Frage, die ein sorgfältiges Zertifikat beantwortet.

    Warum die Massenangabe hier mehr leistet als die Reinheit

    Eine Reinheitszahl nach HPLC ist ein Verhältnis: welcher Anteil der getrennten Peakfläche auf den Hauptpeak entfällt. Sie sagt nichts darüber, welches Molekül dieser Hauptpeak ist. Ein sauber synthetisiertes Heptapeptid und ein sauber hergestelltes Protein aus 43 Resten können dieselbe Reinheitszahl tragen, und diese Zahl trennt sie nicht.

    Die Massenspektrometrie trennt sie sofort. 888 gegen 4963 ist der größte Abstand, den zwei Angebote unter einem gemeinsamen Namen in diesem Katalog überhaupt haben können; ein Gerät, das ein Dalton auflöst, braucht dafür keine besondere Sorgfalt. Deshalb ist die gefundene Masse bei diesem Material nicht eine Angabe unter vielen, sondern die einzige, die die eigentliche Frage beantwortet. Was eine Reinheitszahl leistet und was nicht, steht ausführlicher im Ratgeber zu Reinheit und Peptidgehalt.

    Der Unterschied ist auch ein Mengenunterschied

    Eine Festphasensynthese läuft in Kupplungsschritten, einer je angehängtem Rest. Sieben Reste sind sechs Schritte, 43 Reste sind 42, und die Ausbeute jedes Schrittes multipliziert sich mit allen vorhergehenden. Ein Molekül aus 43 Resten ist damit ungleich aufwendiger herzustellen als eines aus sieben, und der Preisabstand zwischen zwei Flaschen mit derselben Aufschrift ist oft der erste sichtbare Hinweis darauf, dass nicht dasselbe drin ist.

    Dazu kommt die Stoffmenge. Fünf Milligramm eines Moleküls von 888 Da enthalten etwa fünfeinhalbmal so viele Moleküle wie fünf Milligramm eines Moleküls von 4963 Da. Zwei Flaschen, beide mit "5 mg" beschriftet, sind also weder chemisch noch mengenmäßig dasselbe. Der Peptid-Rechner rechnet mit der Masse, die eingegeben wird; welche Masse das ist, entscheidet das Zertifikat und nicht das Etikett.

    Was die veröffentlichte Literatur behandelt

    Thymosin beta-4 ist ein aktinbindendes Protein und Gegenstand einer umfangreichen Grundlagenliteratur; eine Suche nach thymosin beta 4 in PubMed liefert über tausend Einträge, überwiegend aus Zellkultur und Tiermodellen. Zu dem kurzen Fragment ist der Bestand ungleich kleiner, und ein großer Teil dessen, was ihm zugeschrieben wird, stammt aus Arbeiten am vollständigen Protein.

    Peptorium fasst diese Arbeiten nicht zusammen, überträgt sie nicht auf den Menschen und nennt kein Ergebnis. Was hier steht, ist, wo die Literatur liegt und wie sie gebaut ist - eine Angabe, die jeder Leser selbst nachprüfen kann.

    Wie der rechtliche Status in Deutschland aussieht

    Weder das vollständige Protein noch das Fragment hat in der Europäischen Union eine Zulassung als Arzneimittel, und keines von beiden ist ein Nahrungsergänzungsmittel. Über die Einordnung entscheidet nicht allein der Stoff, sondern auch die Art der Darstellung, und deshalb steht auf dieser Seite keine Anwendungsempfehlung, keine Mengenangabe und keine Aussage darüber, was das Material beim Menschen tut. Der Ratgeber zur Rechtslage geht darauf genauer ein.

    Was Peptorium über dieses Material veröffentlicht

    Diese Seite veröffentlicht die Identität: Sequenz, Summenformel, berechnete Masse und CAS-Nummer, alles in einem öffentlichen Register nachschlagbar. Reinheit, Peptidgehalt und Wassergehalt beschreiben dagegen eine einzelne Charge und nicht einen Stoff. Sie gehören in ein Analysenzertifikat des Labors, das diese Charge geprüft hat.

    Was vor einem Kauf zu fragen ist

    • Welche Masse weist das Zertifikat aus, rund 4963 Da oder rund 888 Da?
    • Wenn das Fragment gemeint ist: freie Säure oder Amid am C-Terminus, und ist der N-Terminus acetyliert?
    • Steht die gefundene Masse neben der theoretischen, oder nur eine der beiden?
    • Trägt das Dokument eine Chargennummer, die mit dem Etikett übereinstimmt?
    • Sind die Verunreinigungspeaks aufgeführt und liegt ein Chromatogramm bei?
    • Lässt sich das Ergebnis bei der Stelle nachfragen, die es erstellt hat?

    Was nicht bekannt ist

    • Was in einer bestimmten Flasche ist, weiß niemand ohne eine Analyse dieser Flasche.
    • Welche der beiden Bedeutungen von TB-500 ein Anbieter meint, ist ohne Massenangabe nicht erschließbar, auch nicht aus dem Preis.
    • Die Lagerangaben in der Tabelle sind Konvention für Lyophilisate und keine gemessene Eigenschaft dieser Charge.

    Häufige Fragen

    Sind TB-500 und Thymosin beta-4 dasselbe?

    Manchmal. TB-500 steht im Handel sowohl für das vollständige Thymosin beta-4 mit 43 Resten und rund 4963 Da als auch für das acetylierte Heptapeptid LKKTETQ mit rund 888 Da. Ohne Massenangabe ist die Frage nicht beantwortet.

    Woran erkenne ich, welches Molekül ich vor mir habe?

    An der im Zertifikat angegebenen gefundenen Masse, verglichen mit der theoretischen. Der Unterschied beträgt mehr als das Fünffache und ist für jedes Massenspektrometer trivial aufzulösen.

    Woher stammt die Sequenz des Fragments?

    LKKTETQ entspricht den Resten 17 bis 23 des reifen Thymosin beta-4, dessen Sequenz als UniProt P62328 öffentlich einsehbar ist.

    Zum Auflösen des Lyophilisats wird bakteriostatisches Wasser verwendet; das Volumen des Lösungsmittels bestimmt die Endkonzentration. Eine Mengenempfehlung ist damit nicht verbunden und wird hier auch nicht gegeben. Material dieser Art ist für Labor- und In-vitro-Zwecke bestimmt, siehe die Forschungserklärung.

    Spezifikation

    Name
    TB-500
    Synonyme
    Thymosin beta-4, TB4, Tβ4
    Kettenlänge
    43 Aminosäurereste
    Theoretische Masse
    4963,49 Da
    Form
    Weißes lyophilisiertes Pulver
    Inhalt
    5 mg je Durchstechflasche
    Löslichkeit
    Wasser und wässrige Puffer
    Lagerung
    −20 °C, vor Licht geschützt
    Transportstabilität
    Bis zu 30 Tage bei Raumtemperatur

    Laborunterlagen

    Ein Analysenzertifikat zu TB-500 sollte die Reinheit nach HPLC, die gemessene Masse gegen die theoretische und den Peptidgehalt nennen, und zwar für genau die Charge, die auf dem Etikett steht. Peptorium veröffentlicht keine eigenen Laborbefunde.

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